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Friebritz
Ein Straßendorf, das
ehemals zur Herrschaft Hagenburg gehörte. Die älteste Nennung geht
auf das Jahr 1138 zurück (damals Friedebertesdorf, später
1378 als Friebesdorf, 1414 dann Fribrechts). Die militärische
Ortsbeschreibung aus 1772 beschreibt Friebritz als "kleines, schlechtes
Dorf". Diese Bewertung gründet darauf, dass Weinbau aufgrund der Höhenlage
(326 m) kaum möglich war, die Feldfrüchte brachten nur mittelmäßige
Erträge. Es kam durch die abgedachte Lage der Felder häufig zu Elementarschäden.
Die ansässigen Landbauern lebten in entsprechend ärmlichen Lagen,
und die Wege waren nur schlecht hergestellt.
1834 wird von 27 Häusern und 28 Familien berichtet, der Bevölkerungsstand
betrug 141 Personen.
Ehemals gehörte Friebritz zur Pfarre Fallbach, unter Josef II wurde es
nach Hagenburg eingepfarrt.
Hagenburg und Friebritz waren auch zu einer Gemeinde vereinigt bis es 1920 zur
Trennung kam, und Friebritz mit einem Gemeindegebiet von 2,86 km² eigenständig
wurde, 1930-31 wurde die schon bestehende Laurentiuskappelle unter Bürgermeister
Josef Rotter umgebaut. Josef Rotter war auch Gründer des Lagerhauses Laa
und Obmann der Laaer Bezirksbauernkammer.
Seit Gründung der Großgemeinde Fallbach 1970 gehört Friebritz
nun diesem Verband an.
Aufgrund der schlechten Einkommenslage haben viele Bauern ihre Betriebe aufgegeben,
und die Häuser wurden nach und nach von Zweitwohnsitzern aufgekauft, die
die ruhige und verkehrsarme Lage des Ortes schätzen. Die heutige Bevölkerung
setzt sich aus 43 Hauptwohn- und 32 Zweitwohnsitzern zusammen, die 28 Häuser
bewohnen.
Südlich im Anschluss
an das Ortsgebiet befindet sich der Hügel, auf dem die Jungsteinzeitsiedler
die Doppeltekreisgrabenanlage errichteten.
Daran anschließend das Feuchtbiotop Friebritz, eines der Ersten im Land
NÖ (Land um Laa, Gemeinde Fallbach)
Die hochgelegenen Reit- und Wanderwege ermöglichen einen Ausblick weit
hinauf ins Retzenland und in die Tiefebene der tschechischen Nachbarn. Sie führen
den Erholungssuchenden frei von Verkehrslärm, dicht entlang der Gemeindegrenze
zum dreigemeindem Eck Friebritz, Wenzendsdorf, Gnadendorf und zu der dort stehenden
mit 15 m durchschnittlich mächtigen Bildeiche.
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