Ortsbeschreibung




Loosdorf:
Gemeinde Fallbach, politischer Bezirk Mistelbach, Großraum: nordöstliches Weinviertel

2001:
264 Einwohner
Gebiet der Katastralgemeinde Loosdorf 646 ha


Ortsgeschichte:
Erste urkundliche Erwähnung um 1150, ab ca. 1200 landesfürstlich, ab Mitte des 15. Jhdts. gewinnen das Schloss und die jeweilige Grundherrschaft immer mehr Bedeutung.


Ortsbeschreibung:
In einer Talsenke am Südrand gelegenes, von bewaldeten Hügeln umgebenes Straßendorf. Eine lang gezogene Hauptstraße, welche an ihrem nördlichen Ende in eine Straßenkreuzung übergeht, bestimmt, als zentrale Nord-Süd-Achse die Anlage der Ortschaft.. Lockere, meist eingeschossige Verbauung. Gassenfront-Häuser mit Zwerchhöfen.

Am Nordostrand der Siedlung das Schloss und die Pfarrkirche. Am südlichen Ende der Hauptraße das Kulturhaus "Winkelau" mit einem Campingplatz und einem Theater- und Veranstaltungssaal. Im Wald, im Westen des Orts die Hanslburg, eine um 1800 unter dem Feldmarschall Fürst Johann I. von Liechtenstein, wahrscheinlich von dessen Baudirektor Joseph Hardtmuth, dem späteren Gründer der gleichnamigen Bleistiftfabrik auf einer alten Hausberganlage, errichtete Nachahmung einer mittelalterlichen Burg mit ruinenhaftem Äußeren. Unter Fürst Johann I. wurde auch der Schlosspark umgestaltet und der Obelisk und das Franzosenkreuz erbaut.

Im Norden des Orts eine auf einer Säule stehende Pietá von 1747.
Loosdorf war bis weit ins 20. Jhdt. eine ausgesprochene Bauerngemeinde, seit dem Ende der 80er Jahre verstärkte Bemühungen um einen sanften Kultur- und Wandertourismus. Unter dem jetzigen Bürgermeister Dir. Karl Nagl wird Anfang der 90er Jahre das Kultur- und Kongresshaus "Winkelau" errichtet, auf einem angrenzenden Grundstück entsteht ab 1992 ein Skulpturengarten. Dazu kommen von der Ortsbevölkerung durchgeführte Projekte wie das erste, künstlich angelegte Feuchtbiotop, der erste "Schutzraum im Weinkeller", der Spielplatz und der "Familienbaum".

Die Einbeziehung von Zeitkunst in die ländliche Lebenswelt ist typisch für das "Loosdorfer Klima".
2001 hat Tassilo Blittersdorff das Ortsgestaltungsprojekt "Ein Ort baut ein Wahrzeichen" realisiert. Die "Hanslburg", eine in einem nahen Wald gelegene künstliche Ruine wurde bei der Strassenkreuzung im Ortszentrum, neben dem "Familienbaum", verkleinert nachgebaut.

Auch die örtlichen Landwirtschaftsbetriebe sind offen für Zeitgemäßes.
Der Gutsbetrieb des Schlosses erzeugt als "Demeterhof" weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte, biologische Produkte. Der "Himbeergarten Hummel" hat mit seinen originellen und köstlichen Qualitätserzeugnissen Marktlücken erobert. Zahlreiche Vereine sorgen in Loosdorf für reges gesellschaftliches und kulturelles Leben.

Dieser sympathische Ort im nordöstlichen Weinviertel ist eine Reise wert.

Loosdorf ist ein Themendorf. Das Thema. Ayurdeda warum das so ist lesen sie hier: -> Ayurveda-Dorf



zurück